3  Schritte, wie Du Dich im Alltag von dem Bild, was andere von Dir haben distanzieren kannst

Fällt es Dir schwer, Dir in Deinem Alltag genug Raum zu schaffen? Es gibt so viele Erwartungen an und Meinungen über Dich, dass Du schon durch diese voll ausgelastet bist. Du wünscht Dir, Deine Bedürfnisse und die Anforderungen an Dich im Gleichgewicht zu halten?

Oft übernehmen wir die Meinung oder die Sichtweise anderer über uns selbst, wenn wir uns in einer Überforderungssituation befinden. Eine Art Jonglage der Anforderungen an uns, in die immer mehr Bälle hineingeworfen werden. Wir sind so damit beschäftigt, die Bälle in Bewegung zu halten, dass wir immer weniger darauf achten, wie es uns dabei geht. Vielleicht hast Du auch zu viele Aufgaben zu erfüllen, vielleicht werden Anforderungen an Dich gestellt, die Du garnicht erfüllen kannst. Womöglich brauchst Du für eine Aufgabe, Anforderung oder Entscheidung einfach ein wenig mehr Zeit als Dir zugestanden wird. Vielleicht kannst Du auch eine Aufgabe oder Anforderung nicht mit Dir vereinbaren.
Wenn wir lernen den Kontakt zu uns selbst nicht zu verlieren, können wir ihn intensivieren. Ich glaube, dies ist der erste Schritt zur Entdeckung und Entfaltung unserer Besonderheit. Die Möglichkeit, den Kontakt zu uns selbst nicht zu verlieren und einen Raum schaffen, in dem wir unsere Besonderheit ausdrücken können.

Mit diesen drei Schritten schaffst Du es, Ankerpunkte in Deinem Alltag zu nutzen, um den Kontakt zu Dir aufrecht zu erhalten.

1. Schaffe Dir jeden Tag feste Zeiten für Dich

Oft stehen wir morgens auf um uns für Die Arbeit fertig zu machen. Den kommenden Aufgaben nachzugehen. Ich weiß nicht wie es Dir geht, aber ich bin da eher die Marke Morgenmuffel. Klar stehe ich früh genug auf – ich brauche morgens ein wenig Zeit für mich um den Tag zu beginnen – allerdings endet das an den meisten Tagen eher in ein „so früh wie nötig aber nicht früher“.
Wenn wir darüber nachdenken, wieviel Zeit wir mit den Anforderungen an uns verbringen gegenüber der Zeit, die wir für uns mit uns verbringen, sollten wir das Ziel haben diese beiden Pole gut auszubalancieren. Hierfür kann es schon ausreichen, Dir einen festen Zeitpunkt in Deinem Alltag zu suchen der nur für Dich ist. Je nachdem wie Dein Tagesplan aussieht kann dieser Zeitpunkt ganz unterschiedlich sein.  Bei mir ist es beispielsweise die Zeit, die ich mir jeden Morgen gönne um in Ruhe meinen Tee zu trinken und zu meditieren. Auch gehören Meditation und Yoga am Abend zu den Dingen, die einen festen Zeitpunkt in meinem Tag finden. Verlängerungen wenn möglich herzlich willkommen! Alle anderen Zeiten passe ich flexibel an meinen Tag an, diese beiden Punkte jedoch, bleiben grundsätzlich unangetastet. Zeit die wir für uns bereitstellen ist immer Zeit, in der wir uns mit uns selbst und unserer Besonderheit verbinden und unsere Energietanks wieder auffüllen können.
Was ist Deine Zeit?
Wie bringst Du sie in Deinen Alltag ein?

2. Erlaube Dir „nein“ zu sagen

Kein Mensch ist in der Lage, all die Erwartungen zu erfüllen, die an ihn gestellt werden!
Klar, gibt es ein paar Erwartungen die wir erfüllen müssen, wir sollten uns jedoch hierbei öfter mal erlauben diese zu hinterfragen. Viel zu oft kommen wir in Bedrängnis, Ja statt Nein zu sagen um äußere Anforderungen zu erfüllen obwohl wir dabei in Konflikt mit uns selbst geraten.
Mach doch einfach beides!
Ich bin davon überzeugt, wenn wir unsere Balance zwischen inneren Bedürfnissen und äußeren Anforderungen gefunden haben, fällt es uns leichter Nein zu sagen. Dabei stellt sich immer mehr Ausgeglichenheit und Zufriedenheit bei uns ein. Einfach so! Sozusagen als Nebeneffekt!
Gerade wenn wir mit einer Besonderheit leben, die uns vielleicht an der einen oder anderen Stelle von anderen abhängig macht bzw. wir auf andere angewiesen sind, stehen wir häufig in einem Gewissenskonflikt „ich bekomme Unterstützung und was tue ich? Nein sagen!“ Anders betrachtet, sind wir selbst ausgeglichener und vielleicht dadurch nicht mehr so häufig auf Unterstützung angewiesen, wenn wir ab und zu mal „Nein“ sagen. Dieses „Nein“ tut uns und somit auch unseren Mitmenschen gut.

Bereits im Kindesalter kommen wir relativ schnell in die Nein-Phase. Kinder entwickeln so ihr eigenes Ich – indem sie sich durch dieses „Nein“ von anderen distanzieren. Nur so haben sie die Möglichkeit ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln – zu einem Menschen zu werden, der auch seine Besonderheit mitentwickelt. Jene Eigenschaft, die uns von anderen unterscheidet. Komischerweise sind wir der Meinung, dass diese Eigenschaft ab einem gewissen Alter nur noch in „gemäßigtem Ausmaß“ stattfinden soll. Ein Erwachsener, der seine Besonderheit verteidigt und auslebst wird schnell als „nicht teamfähig“ bezeichnet. Ich glaube das liegt daran, dass wir oft keinen Kanal oder nicht die richtige Ausdrucksweise für unsere Besonderheit finden. Müssen wir doch in erster Linie funktionieren und die Anforderungen erfüllen. Wenn danach oder daneben noch Zeit bleibt und der passende Rahmen gefunden wird, ja dann dürfen wir halt unsere Besonderheit auch noch einbringen.
Ich möchte Dich einladen, vorher „Nein“ zu sagen.
Stell Dich nicht hinter die Anforderungen des Alltags und laufe nicht Gefahr, danach keine Energie mehr für Dich zu finden!
Ich bin überzeugt davon, dass beides geht!
Wenn wir uns – während wir die Anforderungen erfüllen – Zeit für uns nehmen immer wieder unsere Besonderheit zu erforschen und sie so gut kennen lernen, dass wir sie nutzen können, können wir sie in unserem Alltag einbringen und beides tun!
Der erste Schritt, den ich hierbei lernen musste, und auch immer wieder lernen muss: Nein sagen.
In dem Moment, da wir zu einer Anforderung die wirklich nicht mit unseren Fähigkeiten, unseren Bedürfnissen, unserem Energielevel oder ohne (dauerhafte) fremde Hilfe zu bewerkstelligen ist ablehnen, sind wir ganz mit uns selbst in Kontakt. Wir nehmen genau diese Distanzierung zu anderen vor die wir brauchen, um unser inneres Gleichgewicht zu erhalten. Oft eröffnen sich hierbei auch wunderschöne neue Möglichkeiten und Wege für uns, die wir vorher garnicht sehen konnten.

Ein „Nein“ hat also immer ein „Ja“ zur Folge!
Ein „Nein“ zu äußeren Anforderungen, die nicht mit Deinen Bedürfnissen und Fähigkeiten in Einklang zu bringen sind, ist also immer ein „Ja“ zu Dir selbst!
Du erschaffst Dir mit diesem „Nein“ also einen Möglichkeitsraum. Oft ergeben sich Möglichkeiten, Jobs, Lebensweisen, Freundschaften und Beziehungen die wirklich zu uns passen erst dann, wenn wir zu uns selbst stehen und auch mal „Nein“ sagen.

3. Bleibe mit Deinen Gedanken im Hier und Jetzt

Klingt immer so toll und einfach – ist es mit Übung auch!
Der Schlüssel zum „Nein“ ist das Präsent – Sein.
Ja genau – dieses extrem weibliche (?) und esoterische (?) Gefasel von wegen sei im Hier und Jetzt und spüre wer Du wirklich bist.
Ist das echt so weiblich, esoterisch, unwirklich, verträumt und … ?
Die schwierigste Aufgabe, die uns das Leben stellt ist das Sein im Hier und Jetzt. Das Loslassen von Vergangenem, das wir nicht mehr ändern können und das pausieren vor dem, was zukünftig geschehen wird und wir eh nicht im Voraus beeinflussen können. Na gut wir können und so verhalten, dass sich die Wahrscheinlichkeit wie sich Zukünftiges entwickeln wird erhöht, wirklich beeinflussen können wir es aber nicht.
Worauf wir aber Einfluss haben ist unser Verhältnis zum Hier und Jetzt. Du kannst Dich bewusst dazu entscheiden, es

  1. anzunehmen was ist und Deine Aufmerksamkeit hierauf zu richten
  2. den gegenwärtigen Augenblick so mitzugestalten und zu leben, dass er Dir entspricht, Deine Vorstellungen beinhaltet und eine Entwicklung anstößt, die Du Dir wünscht.

3. Übung   „Vertraue Dir“

Weißt Du, was das Tolle ist?
Du musst Dich garnicht immer mit allem arrangieren, versuchen alles zu erfüllen! Deine Aufgabe ist es lediglich, Dich immer wieder dem Augenblick zuzuwenden und Dich nicht in der Vergangenheit oder der Zukunft aufzuhalten.
Mit der einfachen Übung „Vertraue Dir“ kannst Du das in Deinem Alltag einfach und schnell umsetzen.
Immer wenn Du das Gefühl bekommst, mehr bei den Anforderungen als bei Deinen Bedürfnissen zu sein, gönne Dir einen Augenblick um aus der Situation heraus zu treten. Atme ein paar Mal tief durch. Du kannst entscheiden, ob Du hierbei die Augen schließen oder ein anderes körperliches Zeichen setzen möchtest.
Atme ganz langsam und tief ein und aus. Vielleicht kannst Du das Gefühl an dem Heben uns Senken Deiner Brust oder Deines Bauches intensivieren. Verbinde Dich mit Dir.
Anschließend wende Dich erneut der Situation zu.
Kannst Du einen Impuls oder einen klararen Blick bemerken?

Oft können wir uns selbst wieder das Handeln (in unserem eigenen Sinne) ermöglichen, wenn wir einen kurzen Moment zurücktreten und die Situation von außen betrachten.
Auch ein „Nein“ fällt uns dann leichter.

Ich freue mich, wenn Du Deine Erfahrungen mit mir teilen möchtest!

Alles Liebe,

Anna Lena

Veröffentlicht von Anna Lena Schlottmann Mentoring

Ich arbeite nicht an Symptomen.
 Eine individuelle Sichtweise auf Dich und Dein Anliegen sind mir wichtig.
 Mein Ausgangspunkt hierbei ist immer eine ganzheitliche Sichtweise
auf all Deine Seiten und Facetten.
 Denn wir wachsen und entwickeln uns durch Erziehung und Erfahrungen.
 All dies geschieht jedoch nur in Beziehung.
Deshalb liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit in der Betrachtung und Gestaltung 
dieser Beziehungen. 
 Zu uns selbst. 
 Zu anderen Menschen. 
 Zu allem, was uns umgibt.
 Nur wenn wir in dieser Ganzheit leben und erfahren, können wir auch in unsere
eigene Ganzheit kommen.

 Wenn Du Deinen Lebensalltag aus Dir heraus und mit Dir stimmig gestalten möchtest, bist Du bei mir richtig.


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