Mein persönlicher Weg zur Meditation

Als ich damals auf die Meditation gestoßen bin, war ich auf der Suche nach etwas, was mich wieder mehr mit mir selbst in Kontakt und mir mehr Ruhe bringt.
Ich erfüllte zu diesem Zeitpunkt viele Aufgaben und Aufträge privater und beruflicher Natur, was aber mehr ein Abarbeiten als ein Genießen war.
Mit der Meditation habe ich den ersten Schritt in meiner persönlichen Weiterentwicklung gemacht.
Es fühlte sich so toll an, etwas zu tun und auch zu einem regelmäßigen und auch täglichen „Termin mit mir selbst“ zu machen.
Schon nach kurzer Zeit konnte ich positive Auswirkungen meiner Meditationspraxis in vielen Lebensbereichen feststellen.
Ich war nicht mehr so gereizt, nicht mehr so rastlos, ich habe gelernt einfach zwischendurch ganz bewusst einmal umzuschalten, einen anderen Fokus zu setzen. Ganz gezielt anzuhalten, stehen zu bleiben, Pause zu machen.
Heute kann ich diese Pause aktiv nutzen, um mich von dem Stress oder den Dingen die mich viel Kraft kosten in kurzer Zeit einmal zu distanzieren. Alles einmal wieder aus einer anderen Perspektive betrachten.
In vielen Fällen löst dies auch heute noch festgefahrene Punkte oder Gedankenknoten und ich kann einen neuen Ansatz oder Ausgangspunkt finden, um die wieder mit mehr Energie in eine Situation zu gehen.
Ich bin nicht mehr gefangen in den Umständen einer Situation, sondern kann mich immer mehr als aktiver Gestalter dieser Situation sehen. Aktiv in diese Ruhe gehen wenn ich merke, dass ich wieder in ein Hamsterrad aus Gedanken, Gefühlen oder auch aus Anforderungen und Aufträgen einsteige und anschließend mit Ruhe und meinem eigenen Fokus ins Handeln kommen.
Als ich damals das erste Mal meditiert habe konnte ich keine 30 Sekunden bei der Sache bleiben.
Sitzen bleiben – ruhig werden – Augen schließen – Atem spüren.
Bei mir war das mehr:
unbequem – was könnte ich jetzt alles erledigen – Gedanken – To Do Liste – wie geht es weiter?
Ich habe mich dann einmal wöchentlich einem Meditationstreffen angeschlossen. Hier waren Frauen, welche schon länger meditierten. Abwechselnd wurde die Meditation durch eine der Frauen angeleitet. So konnte ich mich an vielen Stellen durch die Meditation leiten lassen und gleichzeitig meinen eigenen Rhythmus finden.
Das hat mir sehr dabei geholfen, ein Gefühl dafür zu bekommen:
Wie fühlt sich diese Ruhe an?
Was kann ich tun, um aktiv in diese Ruhe zu kommen?
Was kann ich tun, wenn ich abgelenkt werde?  
Und ganz wichtig: gemeinsam mit anderen zu meditieren (online oder offline) half mir, dieses Gefühl wachsen und sicherer werden zu lassen.
Ich begann täglich auch zu Hause zu meditieren.
Mit der Zeit, konnte ich zu Hause in die Ruhe finden und so nahmen die Treffen mit anderen erstmal wieder ab.
Heute meditiere ich regelmäßig und kann mit jeder Meditation mehr und leichter in dieses Gefühl der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit kommen.

Was ist Meditation genau?

  • Technik der Achtsamkeit
  • Mittelpunkt: den Blick von Außen nach Innen richten
  • Bewusst werden: ich bin nicht meine Gefühle und Gedanken
  • Lernen, das Bewusstsein zu nutzen, meine Gefühle und Gedanken zu beobachten
  • Lernen: jederzeit einen Schritt zurück treten und negative oder ungute Gefühle und Gedanken neutral betrachten (ihnen ihre Macht über Dich nehmen)

Meditation hilft Dir

  • Deinen Autopiloten ausschalten
  • Deine Gedanken und Gefühlen wahrzunehmen
  • die bewusste Entscheidung zu treffen, welche Gedanken und Gefühle ich weiter haben möchte und welche nicht
  • Deinen Fokus auf das Positive zu setzen

Was bringt dir Meditation?

  • Dein Nervensystem entspannt sich
  • ausreichende Sauerstoffversorgung Deines Körpers
  • Gesundheit
  • Deine Ausgeglichenheit und Innere Ruhe steigern sich
  • Du lernst, mit Deinen Gedanken und Gefühlen umzugehen
  • Du wirst widerstandsfähiger gegenüber Stress
  • Du kannst Dich besser konzentrieren

Erste Schritte, um mit dem meditieren zu beginnen

  1. Setze Dich hin

    Finde einen Platz an dem Du Dich für die Zeit Deiner Meditation ungestört hinsetzen kannst.
    Nehme Dir dicke Socken und eine Decke in der Du Dich einhüllen kannst, da Dein Körper während der Meditation seine Aktivitäten drosselt und dadurch schneller auskühlt.
    Finde eine für Dich angenehme Haltung, welche Du für 15-20 Minuten einnehmen kannst, ohne dass es zwickt oder zwackt.
    Fokussiere Dich.
    Du kannst Deine Augen schließen und Deinen Fokus nach Innen richten. Deine Aufmerksamkeit für diese Zeit ganz bewusst den Vorgängen in Dir selbst bzw. Deinem einfachen „dort sitzen“ widmen.

  2. Beobachte Deinen Atem

    Unser Atem ist der wichtigste Vorgang unseres Körpers.
    Mit ihm beginnt jeder Prozess und wird wieder beendet.
    Er wird durch unser Unterbewusstsein gesteuert. So kannst Du ihn zwar für einen Zeitraum in seinem Tempo oder seiner Kraft willentlich durch Dein Bewusstsein beeinflussen, jedoch kannst Du nicht entscheiden ob er vorhanden ist oder nicht. Dies steuert allein das Unterbewusstsein.
    Somit ist er Dein Werkzeug, um Dich mit Dir selbst, nämlich mit Deinem Bewusstsein und Deinem Unterbewusstsein zu verbinden.
    Durch die Meditation kannst Du aktiv Ruhe in Deinen Atemrhythmus bringen und somit zur Balance zwischen Deinem Bewusstsein und Deinem Unterbewusstsein, also auf Dein inneres Gleichgewicht, Einfluss nehmen.
    Dieses innere Gleichgewicht bildet die Basis, von der aus Du alle inneren und äußeren Prozesse in Deinem Leben angehst.
    Wenn Du also sitzt, schließe Deine Augen und beobachte einfach nur Deinen Atem.
    Wie er in Deinen Körper einströmt und ihn wieder verlässt.
    Du wirst sehen, dass hier mit etwas Übung wird Dein Atem gleichmäßiger, länger und ruhiger werden und ein Gefühl innerer Ruhe einkehren.
  3. Versuche Dich zu fokussieren

    Wichtig ist, dass Du immer wieder versuchst Dich auf eine Sache, welche Du gerade machst, fokussierst.
    Denn in die Dinge, Gedanken, Gefühle und Möglichkeiten, auf die Du Deinen Fokus richtest (denen Du Deine Aufmerksamkeit schenkst) steckst Du Deine Energie, Deine Kraft.
    Du arbeitest aktiv an ihnen und stellst andere Dinge hierfür mehr in den Hintergrund.
    Das geschieht ganz automatisch, Dein Bewusstsein wendet sich dem zu, was Deine Gedanken und Gefühle aktuell beschäftigt und mobilisiert all Deine Fähigkeiten und Kräfte, um Dir diesen Fokus zu ermöglichen.
    Das was vorher war, ist vergangen.
    Das was kommt, ist noch nicht da.
    Dieser Moment – jetzt – ist Dein Handlungsspielraum, in dem Du kommende Dinge steuern und beeinflussen und vergangene Dinge loslassen und Dich neu entscheiden kannst.
    Du kannst es üben, Dich zu fokussieren.
    Für die Meditation bedeutet das:
    Sei hier.
    Bleib bei Deinem Atem.
    Spüre die Unterlage auf der Du sitzt.
    Nehme Gefühle und Gedanken, welche aufkommen, war aber lass sie an Dir vorbei ziehen.
    Alles ist richtig. Du kannst nichts falsch machen.
    Hör auf Dein Gefühl und bleib bei Deinem Atem. 
  1. Beende die Meditation bewusst

    Jedes Ritual bringt uns Orientierung und hat einen ganz bestimmten Effekt auf unser Leben.
    Um diesen Effekt sicher zu stellen ist es wichtig, es bewusst zu beginnen und bewusst zu beenden.
    In der Meditation gibt es unzählige Möglichkeiten, dieses bewusste Ende zu setzen.
    Ich persönlich glaube ein richtiges Ende kann nur jeder für sich allein finden.
    In meinen Meditationsangeboten gibt es unterschiedliche Abschlüsse.
    Diese sind abhängig vom Thema und der Art der Meditation.
    Daher möchte ich Dir an dieser Stelle nahelegen: probiere Dich aus.
    Finde heraus, was sich für Dich gut anfühlt und praktiziere es eine Weile um herauszufinden, wie Du Deine Meditation beenden möchtest.
    Gerne nenne ich Dir einige Beispiele:
  • halte die Augen nach Deiner eigentlichen Meditation noch geschlossen und atme ein- oder zweimal tief ein und aus, bevor Du Deine Augen öffnest
  • finde ein Wort oder eine Geste, mit der Du Dir selbst Deine Dankbarkeit darüber ausdrückst, dass Du diese Zeit dazu genutzt hast, innerlich einzukehren
  • bewege Deine Finger und Zehen, um Deinen Kreislauf nach dieser Ruhephase wieder
    anzuregen, anstatt abrupt aufzustehen

Ich hoffe, Du konntest einige Anregungen für Dich finden.

Natürlich freue ich mich darüber, wenn Du mir von Deinen Erfahrungen berichten möchtest.
Gerne heiße ich Dich willkommen in einem meiner Kursformate, wenn Du Deine Mediationspraxis in einer Gruppe (oder auch in einer Einzelstunde) vertiefen möchtest.