Was macht die besondere Heilwirkung des Waldes aus?

Die Heilwirkung des Waldes entsteht durch die besondere Wirkung der Pflanzen aber auch des Klimas im Wald auf den menschlichen Organismus.
So nimmt der Mensch bei jedem Besuch im Wald die von den Pflanzen natürlicherweise ausgestoßenen Terpene auf.
Terpene sind Öle, die aus den Pflanzendrüsen abgesondert werden. Jedes Terpen wird demnach von einer bestimmten Pflanze ausgeschüttet und hat somit einen ganz eigenen Geschmack, Geruch und medizinische Wirkung.
Je nachdem wie es beschaffen ist lockt die Pflanze durch das von ihr ausgestoßene Terpen andere Lebewesen an oder hält sie fern (so zu sagen eine natürliche Kontakt- und Schutzfunktion).
Der Mensch nimmt diese Terpene über die Haut auf, wenn er sich im Wald bewegt. Diese bewirken im menschlichen Organismus, dass das in unserem Blut vorhandene Adrenalin und Noradrenalin auf natürliche Weise gesenkt wird. Da diese beiden Stoffe für unseren Stresspegel verantwortlich sind, wird unser Anspannungs-/Stresszustand reguliert und es kehrt Ruhe in Körper, Geist und Seele ein.  

Diese natürliche (heilende) Wirkung, die der Wald auf diese Weise auf uns Menschen hat findet ihren Ursprung darin, dass wir genau aus dieser Natur kommen.
Lange bevor wir Menschen sesshaft wurden und durch die Industrialisierung unseren Lebensalltag immer ferner der Natur gestalte(te)n, lebten wir genau dort: mit der Natur und im Wald. Hier fanden wir alles, was wir zum Leben brauchten.

Noch heute fühlen sich daher (viele) Menschen in Wald und Natur instinktiv wohl.
Es ist sogar ein wachsendes Bestreben zu beobachten, uns wieder mehr in diesen, unserem Ursprung zu bewegen und zurück in die Natur zu finden, aus der wir kommen.
Weg von unserem stressigen Lebensalltag, der unseren Körper (der ja ursprünglich in dieser oben beschriebenen Umgebung zu Hause ist) durch Körperhaltungen, äußeren Bedingungen und gesellschaftlichen Anforderungen überfordert, zurück in Natur und  Wald, die Umgebung, der wir eigentlich entstammen.

So weckt auch die Farbe Grün in uns ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit. Betrachten wir sie, indem wir beispielsweise unseren Blick im Wald umherschweifen oder auch gezielt auf einem bestimmten Ausschnitt verharren lassen, wird der Pharasympatikus gestärkt. Als Gegenspieler vom Sympathikus, der unser System hochfährt und die Adrenalinausschüttung anregt, wenn wir an etwas (einem Reiz) im Außen teilhaben möchten, sorgt der Parasympathikus dafür, dass sich unser System entspannt. Ruhe kehrt ein, die körperlich und geistig spürbar wird.

Was hat die Natur damit zu tun?

Der Weg in die Natur / der Gang in den Wald lädt uns ein / ermöglicht uns, Abstand zu nehmen.
Abstand von den Dingen im Außen. Den Stresspunkten, den Anforderungen.
Wir sind hier ein Teil von vielen. Keines gleicht hier dem anderen oder hat das Bestreben „besser“ zu sein. Jedes Lebewesen hat seine besondere Bedeutung und seine Aufgabe im Gesamtgefüge des Lebensraum Wald. Keiner gleicht dem anderen, keiner kann die Bedeutung des anderen über- oder wegnehmen.
Nur gemeinsam, so zu sagen im Kreislauf des Waldes, kann diese Umgebung bestehen und erhalten bleiben. Hier blickt niemand auf die Schwächen des anderen, sondern alle ergänzen sich durch ihre Stärken und Besonderheiten.    

Veröffentlicht von Anna Lena Schlottmann Mentoring - Lebenbesonders

Ich zeige Dir, Du zu sein Deine Mitte Dein Rhythmus Dein Du

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